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ENTSCHEIDUNG JETZT!

Statement der Initiative Blau-Weißes Stadion

Heute hängen wir im Pokal unser Banner „Blau-Weißes Stadion – Entscheidung jetzt!“, weil wir nicht länger in der Warteschleife bleiben wollen. Seit Langem wird über das Thema gesprochen – doch ohne verbindliche Schritte, einen klaren Fahrplan und eine nachvollziehbare Entscheidung bleibt es Stillstand. Unser Banner will als Weckruf verstanden werden: Berlin muss jetzt Klarheit schaffen und Verantwortung übernehmen. Frau Spranger: Wer führt, setzt Termine – und entscheidet.

Potentiale eines eigenen Stadions.

Ein Stadion ist mehr als Beton.

Fussballbegeisterung braucht einen Ort, an dem die Leidenschaft ihren Ausdruck findet.  Einen Ort, an dem Geschichte geschrieben und Zukunft gestaltet wird. Ein Ort mit hoher emotioneller Identifikation. Das Olympiastadion war über Jahrzehnte Spielstätte – aber nie der Zauberberg der alten Plumpe. Es ist zu groß, zu kühl, zu anonym. Nach jedem Spiel muss alles abgebaut werden, was an Hertha erinnert. Zurück bleibt ein leeres Oval ohne Herz.

Ein eigenes Stadion würde dies ändern. Es wäre nicht nur ein Ort für Fußball – sondern ein Zuhause. Ein Ort mit blau-weißer Seele. Mit engen Rängen, klarer Sicht und stimmungsvoller Atmosphäre. Ein Ort, an dem sich Menschen treffen, anfeuern, feiern und trauern. Ein Raum für Emotionen, für Zusammenhalt, für Identität und einem einzigartigen Berlingefühl der besonderen Art.

Identifikation schafft Bindung – Bindung schafft Zukunft.

Ein Verein lebt von Menschen, die sich mit ihm identifizieren. In einer schnelllebigen Stadt wie Berlin brauchen gerade junge Menschen – und nicht nur die – Orte der Zugehörigkeit. Hertha BSC hat das Potenzial, ein solcher Ort zu sein – aber nur, wenn es auch physisch diesen Ort gibt.

Ein eigenes Stadion wäre ein Anker für Zehntausende Berlinerinnen und Berliner, Brandenburgerinnen und Brandenburger. Für Familien, die am Wochenende gemeinsam ins Stadion gehen. Für Kinder, die ihre Idole nicht aus der Ferne sehen, sondern zum Greifen nah erleben. Für Jugendliche, die sich im Verein engagieren. Für Menschen, die stolz sind, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

Mehr als Fußball – ein Ort mit Mehrwert.

Ein neues, mittelgroßes Stadion in Berlin bietet der Stadt weit mehr als Bundesliga-Spiele. Es wird ein multifunktionaler Ort sein:

  • Für Konzerte, die im Olympiastadion an der Akustik und der Größe scheitern.
  • Für Stadtteilfeste, Sportcamps, Public Viewing, Kulturveranstaltungen.
  • Für ein Hertha-Museum, das auch Berliner Fußballgeschichte würdigt.
  • Für Bildungsangebote, Vereinsarbeit, Fanhaus und Nachwuchsförderung.
  • Eine belebende Wirkung für den Olympiapark haben

Ein Stadion, das 365 Tage im Jahr geöffnet ist – nicht nur für Hertha und die Menschen in Berlin und Brandenburg, sondern auch eine sportliche Ressource für die Region. Ein großer Vorteil ist, dass der Standort Olympiapark bereits optimal infrastrukturell erschlossen ist. Es sind keine neuen Verkehrskonzepte nötig. Es bedarf keinerlei Millionen für den ÖPNV-Ausbau. Es braucht nur den politischen Willen.

Ein Verein, der Verantwortung übernimmt.

Hertha BSC ist ein Berliner Traditionsverein. Und ja, wir haben Höhen und Tiefen erlebt. Aber gerade deshalb wissen wir: Die Zukunft dieses Vereins muss nachhaltig geplant werden. Ein eigenes Stadion ist nicht Luxus – es ist Notwendigkeit. Es bedeutet wirtschaftliche Unabhängigkeit, Planungssicherheit, neue Einnahmequellen.

Wir, die Fans, stehen hinter diesem Verein. Wir sind bereit, mitzuhelfen, mitzutragen, mitzuwirken. Aber wir brauchen die Unterstützung dieser Stadt.

Unser Appell an die Politik:

Geben Sie Hertha BSC die Chance, sich in Berlin zu verwurzeln – dauerhaft, sichtbar und emotional. Unterstützen Sie die Vision eines Stadions, das mehr ist als eine Arena. Es geht nicht nur um Fußball. Es geht um Zugehörigkeit. Um Zukunft. Um eine Stadt, die bereit ist, für alle Menschen Räume zu schaffen, in denen sie sich zu Hause fühlen können. Ein Stadion in Berlin und für Berlin.

Ein eigenes Stadion für Hertha BSC – ein Gewinn für ganz Berlin.

Ha Ho He – Ihre Faninitiative Blau-Weißes Stadion

Der (zwischen)Stand der Dinge

Die politische Sommerpause ist vorbei und auch wir „erwachen“ mit dem beginnenden Herbst wieder aus unserer kommunikativen Ruhephase.

Sicherlich fragt Ihr Euch, warum wir uns längere Zeit nicht gemeldet haben?

Die Antwort auf diese Frage ist schnell gegeben.

Als wir vor drei Jahren als Initiative tätig wurden, hatten wir uns ein Ziel gesetzt: Das Thema Stadionbau neu zu beleben und in der öffentlichen und medialen Wahrnehmung positiv zu platzieren. Wir wollten Hertha und die Berliner Politik thematisch zusammenbringen, Irritationen beseitigen und in der Stadtgesellschaft für unser Thema werben. Ein eigenes Stadion in Berlin, idealerweise auf dem Olympiagelände.

All diese Ziele haben wir mittlerweile erreicht.

Die mitentscheidenden Protagonisten stehen im direkten offenen Dialog und es wird ein Standort auf dem Olympiagelände einer genauen Prüfung unterzogen. Wir haben in den letzten Jahren einen Runden Tisch mit Politik, Sport und Wirtschaft initiiert, der mittlerweile 10x zusammenkam und sich somit etabliert hat.

Im Oktober beginnen die Expertenrunden zum Thema „Hertha Stadion auf dem Olympiagelände“, die von der Senatssportverwaltung einberufen werden.

Wir als Initiative standen nun vor der Frage, wollen wir uns vor dem Hintergrund, dass wir all unsere Ziele erreicht haben, zurückziehen oder wollen wir uns neue Ziele setzen.

Wir sind zu dem Schluss gekommen, unsere Hertha weiterhin in diesem Prozess zu unterstützen.

Insbesondere gilt es, das gewonnene Vertrauen, dass wir am Runden Tisch erworben haben, nicht wieder zu verlieren. Das klappt nur, wenn wir weiterhin im Rahmen der mittlerweile gewohnten Vertraulichkeit die nötige Transparenz walten lassen.

Wie alle Berlinerinnen und Berliner beobachten wir natürlich auch die aktuellen Meldungen hinsichtlich einer eventuellen Neuwahl. Weder den Ausgang der Überprüfungen durch das Bundesverfassungsgericht, noch einen etwaigen neuen Senat können wir maßgeblich beeinflussen. Wir erinnern in diesem Kontext daran, dass wir eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus benötigen – und unter dieser Prämisse steht unsere Arbeit seit Tag 1. Nie wieder darf die fruchtbare Kommunikation zwischen den Beteiligten verloren gehen.

Daher haben wir uns als Initiative angeboten, an den Expertenrunden mitzuwirken und vor allem, die Zwischenstände an den Runden Tisch zurück zu koppeln, damit diese dort diskutiert werden und die konstruktiven Ideen an die Expertenrunden zurückgespielt werden. Hier haben wir mittlerweile ein Zeichen von Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger bekommen, dass unsere Initiative an der Expertenrunde teilnehmen soll. Wir sehen diesen Schritt nicht nur als Wertschätzung unserer Arbeit, sondern auch als Beleg für ein Bewusstsein bei den zuständigen politischen Akteuren, dass dieses Thema nicht von einigen wenigen diskutiert und entschieden werden kann, sondern weiterhin, wie auch beim Runden Tisch, der gemeinsame Prozess im Vordergrund steht.

Ein letztes Wort zum Thema Investor. Im Zusammenhang mit der neuerlichen Unruhe, die Herr Windhorst in den Verein getragen hat, wurde immer wieder die Frage nach der Finanzierungsmöglichkeit des Stadions gestellt.

Wir gehen nach wie vor davon aus, dass ein Stadion finanziell zu stemmen ist. Wir setzen uns aber auch dafür ein, dass hier das letzte Wort die Mitglieder haben werden. Darüber hinaus ist ein genauer Finanzierungsplan natürlich auch erst dann seriös zu erstellen, wenn wir wissen, welcher Baugrund es final sein wird.

Wir geben aber auch zu bedenken, dass es mit jedem weiteren zeitlichen Verzug immer schwieriger wird, einen Standort in Berlin zu finden.

Eines versprechen wir schon jetzt, wir werden, neben unserer Teilnahme an der Expertenrunde, weiter zahlreiche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtgesellschaft führen und alles für unser Ziel tun.

Für unser Stadion, für Hertha, für Berlin.

Ha Ho He

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Zur aktuellen Berichterstattung rund um den möglichen Standort für ein Hertha-Stadion am Lindeneck und dem dort ansässigen Reitsportverein am Maifeld e.V.

Durch Zufall erfuhren wir als Initiative Blau-Weißes Stadion von dem gestrigen „Treffen mit Politik & Presse“ und dem bereits am 3. Juni stattgefundenen „Offenen Gespräch & Informationsaustausch“ auf dem Gelände des Reitsportvereins am Maifeld e.V.

Wir haben am 25. Mai ein sehr offenes Gespräch in konstruktiver Atmosphäre mit den Verantwortlichen des Reitsportvereins geführt und sind auch mit der gegenseitigen Absicht einer gemeinsamen konstruktiven Lösungssuche auseinandergegangen.

Auf Grundlage dieses Gesprächs und in kurzfristiger Absprache mit der Vorsitzenden Angela Siesslack sind wir spontan zu gestriger Veranstaltung gegangen, wie wir es seit drei Jahren im Rahmen der Initiative mit unzähligen ähnlichen Veranstaltungen gehalten haben. Leider wurden wir, nachdem wir das Gelände betraten, von einem Vertreter des Reitsportvereins aufgefordert, selbiges wieder zu verlassen. Die Begründung lautete, dass man heute unter „den Befürwortern“ bleiben möchte und es keinerlei Interesse an Diskussionen gäbe.

Wir verstehen die berechtigten Interessen, die Ängste und Sorgen des Reitsportvereins und sind der Überzeugung, dass man gemeinsam mit allen Beteiligten die bestmögliche Lösung erreichen kann. Weniger verständlich erscheint es uns aber, wenn man statt einer gemeinsamen Zusammenarbeit lieber „unter Befürwortern“ bleiben möchte, um sich in selbiger Runde erneut darüber zu beschweren, dass niemand mit ihnen spräche. Neben dem Gespräch mit unserer Initiative hat sich auch die zuständige Staatssekretärin Sport, Frau Nicola Böcker-Giannini, vor einigen Wochen mit dem Reitsportverein getroffen. Zudem hat der ansässige Reitsportverein seit 2021 Kenntnis über den Masterplan Vision 2030 der Senatsverwaltung, welcher auch ohne eigenes Hertha-Stadion keinen Verbleib des Reitsportvereins am Lindeneck, dafür aber südlich des Maifelds, vorsieht. Auch ohne eigenes Hertha-Stadion ist der mittel- und langfristige Verbleib am aktuellen Standort also alles andere als gesichert. Umso mehr besteht aus unserer Sicht die Notwendigkeit einer gemeinsamen Lösungsfindung.

Wir bitten um Verständnis, dass wir uns über dieses Statement hinaus zum jetzigen Zeitpunkt in dieser Thematik nicht äußern werden. Seit Beginn unserer Initiative verfolgen wir den Grundsatz, dass man miteinander statt übereinander sprechen sollte. Dies gilt insbesondere auch für den Runden Tisch, für den wir dem Reitsportverein eine Einladung zugesagt haben, sobald man konkreter über die Möglichkeiten am Standort Lindeneck diskutieren kann. Hierfür ist aber ein Mindestmaß an Vertraulichkeit vonnöten.

Ha Ho He

Von Träumen und Prüfungen.

Stell dir vor, die Ostkurve dröhnt durch das ganze Stadion! Stell dir vor, das Stadion ist voll, laut und überall hörst du das HaHoHe. Stell dir einen blau-weißen Fußballtempel vor. Unmöglich? Nein, im Grunde ist alles da: zehntausende Fans, eine bombastische Ostkurve und eine Stimmung, die nur eines noch braucht: Ein echtes Fußballstadion. Und genau das wollen wir für Hertha, genau das wollen wir für Berlin: Ein Stadion in blau-weiß!

Mit dieser Aussage sind wir in 2019 gestartet. Wir haben seitdem unzählige Gespräche geführt, um für unsere Sache zu werben. Mit dem Jahr 2022 veränderte sich das politische Klima entscheidend und wir konnten die ersten Erfolge ernten. Die Teilnehmenden des von uns initiierten Runden Tisches, zu dem alle demokratischen Parteien, maßgeblichen Senatsverwaltungen und Vertreterinnen und Vertreter des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf eingeladen sind und an dem die Sportverbände und die Wirtschaft Platz nahmen, haben sich in der letzten Sitzung für eine Unterstützung Hertha BSCs bei der Standortsuche nach einem Bauplatz ausgesprochen. In den Gesprächen gibt es eine mehrheitliche Meinung, dass der ideale Standort das Olympiagelände ist, jedoch die bisher genannten Standorte aus unterschiedlichen Gründen besonders problembehaftet sind. Dies war ein entscheidender Moment, der deutlich machte, dass der Wille, Hertha BSC zu unterstützen, parteiübergreifend vorhanden ist. An dieser Stelle einen herzlichen Dank für die bisherige konstruktive Zusammenarbeit aller Anwesenden.

Um die Möglichkeiten der Standortsuche zu erweitern und einen zusätzlichen möglichen Bauplatz zu finden, wurde Hertha BSC von Berlins Sportsenatorin Iris Spranger gebeten, die eigene Planung zu verschlanken. Ein kleineres Stadion würde die Möglichkeiten erhöhen, einen Platz auf dem Olympiagelände zu finden. Hertha BSC, soviel sei verraten, wird die „Hausaufgabe“ annehmen und entsprechend handeln. Wir als Initiative gehen von einer Kapazität von 41.892–45.000 Zuschauern aus. Damit für die Olympia Stadion GmbH Planungssicherheit gegeben ist, gehen wir ferner davon aus, dass Hertha schon frühzeitig die Vertragsverlängerungsoption bis 2030 ziehen wird.

Wir sind sehr glücklich darüber, dass endlich ein Ort gefunden werden konnte – jenseits der bereits thematisierten und unterschiedlich komplizierten Planungsorte Rominter Allee und Maifeld.

Ein Ort, auf dem keine Wohnungsmieterinnen und -mieter leben, ein Ort ohne historische Sichtachse und denkmalgeschützter Aufmarschfläche.

Dieser Ort ist das Lindeneck. Direkt neben dem Maifeld. Ein Ort, der bereits planungsrechtlich als Sportfläche festgelegt ist.

Wir wissen, es ist noch ein langer Weg bis zum endgültigen Planungsrecht und zur Baugenehmigung. Wir wissen aber auch, dass dieser Vorschlag der Berliner Landespolitik eine einmalige Chance ist, in Berlin überhaupt ein eigenes Stadion zu errichten.

Zu groß ist die Flächenkonkurrenz in unserer Stadt, zu schlecht ist die ÖPNV-Anbindung der anderen diskutierten Standorte.

Wir begrüßen es, dass dieser mögliche Standort nunmehr intensiv geprüft wird und sich alle Kräfte auf die Umsetzung unseres gemeinsamen Traumes am Lindeneck konzentrieren. Für unser Stadion auf dem Olympiagelände. Für Hertha BSC. Für Berlin.

Es wird endlich Zeit. Denn uns Hertha Fans eint alle der Traum einer entfesselten Ostkurve, die in einem engen und lauten Fußballstadion endlich ihr gesamtes Potential entfaltet und unsere Hertha so zum Sieg schreit. So wie die Mannschaft uns Fans braucht, braucht die Stadtgesellschaft das Engagement von uns Fans (nicht nur) zur Umsetzung des Stadionbaus. Wir werden daher weiterhin den Weg bis zum Planungsrecht begleiten.

Ha Ho He

….nur in Berlin

Heute hängt zum Hertha Spiel im Olympiastadion unser Banner „Blau-Weisses Stadion“ – ergänzt um den Zusatz „in Berlin“. Warum? Wir wollen trotz leerer Ränge die Chance nutzen, erneut der Berliner Landespolitik deutlich zu machen, dass für uns ein eigenes Hertha Stadion nur in Berlin in Frage kommt. Hertha und die Hertha Fans bekennen sich zu unserer Stadt. Wir erwarten, dass sich die Berliner Politik auch zu Hertha BSC bekennt. Hertha BSC ist ein Stück Berliner Geschichte, ein Verein, der wie kein Zweiter für Gesamt-Berlin und der Überwindung von Mauern steht. Ein Verein, der auch in der Region verankert ist und auch vielen Menschen aus Brandenburg eine sportliche Heimat gibt. Ein Verein, der auch in den nächsten 130 Jahren zu einem Berlin Besuch einladen möchte. In einem eigenen Blau-Weissen Stadion. In Berlin! Für Berlin.

hahohe

Aus aktuellem Anlass….

Aus aktuellem Anlass zur heutigen Berichterstattung und mit Bezugnahme auf die Fragen, die uns dazu erreichten, möchten wir euch einen kurzen Einblick geben, wie unsere Gedanken zum Thema Stadion und vor allem dem zugehörigen Standort aussehen.

Wir standen immer dafür, dass Hertha BSC ein Berliner Verein ist und zwingend nach Berlin gehört. Dazu zählt auch und vor allem die Spielstätte. Diese Sichtweise wurde in unzähligen Gesprächen mit Fans, Gruppen, Fanclubs und auch den vergangenen Mitgliederversammlungen bestätigt. Dazu stehen wir nach wie vor.

Wir beobachten natürlich, dass eine größer werdende Anzahl an Herthafans und Mitgliedern in der Stadionthematik eine große Unzufriedenheit dem Senat gegenüber empfindet. Diese Unzufriedenheit, dieser Frust ist nachvollziehbar.

In unseren Gesprächen mit der Politik spiegeln wir diese Unzufriedenheit, speziell auch nach der enttäuschenden Nichtberücksichtigung unseres Herzensthemas im Koalitionsvertrag.

Unsere Motivation, Hertha zu einer eigenen Heimat in Berlin zu verhelfen, ist ungebrochen. Wir wissen, wie steinig dieser Weg ist. Wir sehen aber auch, wie viele dieser Steine bereits aus dem Weg geräumt wurden.

Die Tonalität der politischen Entscheidungsträger:innen uns gegenüber sowie auch die Personalien selbst haben sich verändert. Es ist jetzt ganz klar an der Zeit, sich nicht mehr mit Absichtsbekundungen – speziell kurz vor der Wahl – zu begnügen.

Die Notwendigkeit eines eigenen Stadions für Hertha BSC ist durchgedrungen. Die ständigen Verzögerungstaktiken wurden als solche entlarvt. Ehemalige Hinderungsgründe werden nicht mehr einfach benannt, sondern lösungsorientiert hinterfragt.

Es ist unser klares Ziel, im Jahr 2022 die entscheidenden Schritte hin zu einer Standortfindung und dem klaren Bekenntnis aller beteiligten Akteur:innen zu gehen. Wir sind davon überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen. Weil wir Herthafans sind, weil wir nie den einfachen Weg gehen und erst recht niemals aufgeben.

Für Hertha! Für Berlin! Ha Ho He!

Der Koalitionsvertrag und die Glaubwürdigkeit

Berlin ist die Hauptstadt des Sports“ – diese Worte läuten das Kapitel zum Thema Sport des Koalitionsvertrages ein.

Um diesen Gedanken der „Sporthauptstadt“ voranzutreiben, trafen wir uns zwei Jahre lang am runden Tisch, gemeinsam mit Politik, Verbänden und Hertha BSC. Für die Suche eines Standortes für ein Hertha Stadion wurde verhandelt, erörtert und konstruktiv gestritten.

Die Antworten, insbesondere die der SPD und der Grünen, auf unsere Wahlprüfsteine ließen die Hoffnung zu, dass ein sichtbarer Fortschritt erzielt werden konnte.

Sichtbar, in dem ein freifinanziertes 300.000.000 € Sportinfrastrukturprojekt die nötige Bereitschaft in der Politik zur Standortsuche auch in den Koalitionsvertrag Einzug hält.

Wir haben gehofft, dass unsere gewählten Abgeordneten der zukünftigen Koalition ihren Worten Taten folgen lassen würden.

Diese Hoffnung hat sich zunächst zerschlagen.

Zur Erinnerung:

Noch im August erklärten die Grünen auf die Frage, ob sie das Ansinnen von Hertha BSC, ein eigenes Stadion bis 2030 – auch auf städtischem Boden – in Berlin zu errichten, unterstützen:

Ja, wir haben uns intensiv mit dem Anliegen beschäftigt und haben verstanden, dass ein eigenes Fußballstadion für Hertha BSC notwendig ist. Wir unterstützen das Ansinnen und hoffen, dass es bis 2030 umsetzbar ist. Es ist dabei wichtig, dass ohne Vorurteile und Vorfestlegungen der geeignetste Standort ausgesucht wird, damit das neue Stadion zu einem Erfolg für Hertha BSC und ganz Berlin werden kann.

Die SPD ging sogar noch weiter; auch sie beantwortete die Frage mit einem kategorischen „Ja“ und führte weiter aus, „dass Berlin heute zu den größten Sportmetropolen der Welt gehört, ist dem großen Engagement unserer Vereine, den zahlreichen Freiwilligen und den beharrlichen Anstrengungen der Politik zu verdanken. Über 140 Bundesliga-Teams repräsentieren unsere Stadt. Ihre Wettkämpfe und Veranstaltungen ziehen viele Besucher:innen an – und sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Berlin. Dazu gehört für uns selbstverständlich auch Hertha BSC. Wir unterstützen daher das Ansinnen, ein eigenes Stadion in Berlin zu errichten. Ein „Hertha-Stadion“ würde der Sportstadt Berlin ein weiteres Highlight verleihen.“

Selbst die Linke gestand Hertha BSC zumindest das Recht zu, ein eigenes Stadion zu errichten.

All dies ist auf einmal nichts mehr wert.

Nun könnte man der Annahme verfallen, dass aus politischem Kalkül heraus in einem Koalitionsvertrag kein Profiverein namentlich genannt wird. Wäre da nicht der Koalitionsvertrag von 2016 gewesen, in dem es hieß:

„Die Koalition steht zur Zusage, dass eine Realisierung des Nachwuchsleistungszentrums für den 1. FC Union Berlin unterstützt wird.“

Daran kann es also nicht gelegen haben.

Die Koalition muss sich die Fragen gefallen lassen, warum hier offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen wird? Warum ein derart großes Bauprojekt im Koalitionsvertrag 2021 ignoriert wird, genau wie die Infrastrukturprojekte anderer Profisportvereine, nicht nur im Fußball? Wieviel Sportmetropole ist gewünscht? Erkennen die Fachleute in der Politik den Zusammenhang zwischen Stadionbau und wirtschaftlicher Perspektive eines Vereins, der wie kaum ein anderer für Berlin steht, nicht? Ist Hertha BSC in unserer Stadt außerhalb der Rolle als Zahlmeister der Olympiastadionmiete überhaupt noch erwünscht?

Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf, ihrer Verantwortung für die gesamte Sportmetropole Berlin gerecht zu werden und die Profivereine – unabhängig von einer eventuellen Vereinszugehörigkeit – gleichermaßen zu unterstützen.

Beweisen Sie, dass Ihre Stellungnahmen, die vor der Wahl getroffen wurden, auch nach der Koalitionsbildung Bestand haben. Im Interesse Ihrer Glaubwürdigkeit, einer verbindlichen Politik und für die Weiterentwicklung der Sportmetropole Berlin in allen Facetten.

Beweisen Sie, dass diejenigen Unrecht haben, die Ihnen jetzt vorwerfen, sich nicht mehr an die Aussagen vom August 2021 zu erinnern.

Eines steht aber schon jetzt fest. Wir sind nicht wankelmütig und werden unsere Anstrengungen noch mehr forcieren. Für Hertha BSC, für Berlin, für mehr Verbindlichkeit und damit die anfangs apostrophierte „Hauptstadt des Sports“ keine leere Worthülse bleibt. Wir sehen uns.

Ha Ho He

Faninitiative für ein Blau-Weisses Stadion

Wahlprüfsteine und Diskussionen

03.09.2021 Podiumsdiskussion in den Räumen des Fanprojektes zum Thema „Stadionbau für Hertha BSC“

Am letzten Freitag konnten Hertha Fans und andere Interessierte ihre Fragen zum geplanten Stadionbau und den Antworten zu unseren Wahlprüfsteinen direkt an die Berliner Politik stellen. Die Wahlprüfsteine wurden gemeinsam mit dem Förderkreis Ostkurve, der Fanhilfe und der Stadion AG entwickelt. Obwohl es am Freitag um dem Stadionbau ging, sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dass die Wahlprüfsteine auch andere wichtige Themen wie Polizeigewalt, Fandatenbänke und die Zukunft des Fanprojektes umfassen.

Wir, die Faninitative „Blau-Weißes Stadion“, haben eingeladen und Vertreterinnen und Vertreter der Parteien sind gekommen. 

So konnten wir neben Daniel Buchholz und Dennis Buchner von der SPD, Werner Graf und Daniela Billig von den Grünen, Stefan Standfuß von der CDU und Philipp Bertram von den Linken begrüßen. Komplettiert wurde das Feld vom Präsidenten des Landessportbundes Thomas Härtel und Steffen Sambill von der Landessportjugend.

Die Parteien haben alle den Wunsch von Hertha BSC verstanden, ein eigenes Stadion in Berlin zu errichten. Die meisten Parteien – mit Ausnahme der Linken – verstehen mittlerweile auch den Wunsch, auf dem Olympiagelände zu bauen und haben hier Unterstützung zugesagt. 

Viele von Euch haben nach der Podiumsdiskussion den Vorbehalt geäußert, dies sei nur Wahlkampfgeplänkel und eigens für die Wahl inszeniert. Wir verstehen Euch sehr. Zu oft wurde Hertha BSC in dieser Frage, teils selbst verschuldet, teils ohne eigenes Zutun, von der Politik ignoriert oder in der Standortfindung behindert. 

Wir erinnern uns noch mit Grausen an diverse Veranstaltungen von z.B. Andreas Statzkowski von der CDU oder auch an die Aussage von Andreas Geisel: „… wir müssen immer darauf achten, dass der Ball im Strafraum Herthas liegt“, aber auch an so manches kommunikatives Eigentor unseres Herzensclubs. In der Zwischenzeit hat sich aber vieles getan. Die Kommunikation ist verbindlicher geworden. Der Austausch offen und weitestgehend zielorientiert und das eben schon seit über einem Jahr. Deshalb haben wir als Initiative mittlerweile hierzu eine völlig andere Sichtweise gewinnen können. Die aktuellen Aussagen sind eben nicht dem Wahlkampf geschuldet, sondern das Ergebnis von unzähligen Gesprächen, Diskussionen, Anhörungen, und mittlerweile sechs runder Tische. 

Sie nur mit Wahlkampf zu erklären, greift zu kurz. Wir sind blauweiß und nicht blauäugig und können Euch jetzt schon zusagen, dass wir – falls nötig – sehr deutlich auf die Aussagen und Versprechungen von vor der Wahl aufmerksam machen werden. Viele von uns engagieren sich schon seit vielen Jahren in unserer Zivilgesellschaft und daher können wir sehr gut einschätzen, was Wahlkampfgeplänkel ist und was nicht. 

Eine letzte Bitte: Bevor ihr das Video zur Podiumsdiskussion auf Youtube seht oder den Podcast hört (Link zum Podcast oder zu Spotify) lest Euch bitte die Antworten auf unsere Wahlprüfsteine (Hier) durch, umso mehr erschließt sich einen so mancher Beitrag der Podiumsdiskussion.

Ha Ho He

Herthafans fragen – Politik antwortet

Bei der Ende September anstehenden Abgeordnetenhauswahl wird auch darüber entschieden, wie in Berlin in den kommenden Jahren Fanthemen angegangen und umgesetzt werden. Daher haben der Förderkreis Ostkurve e. v., die Fanhilfe Hertha BSC, die Initiative Blau-Weißes-Stadion sowie die AG Stadion gemeinsam einen ausführlichen Fragenkatalog an verschiedene Parteien verschickt. Die Antworten liegen nun vor.

„Wir freuen uns über die zahlreichen Rückmeldungen auf unsere Fragen. Dies zeigt, dass Fanthemen einen großen Stellenwert auf der politischen Ebene haben. Aus diesem Grund sind wir sehr zuversichtlich, dass viele unserer Forderungen auch nach der Wahl auf offene Ohren treffen werden. Wir werden die Parteien daran messen und wo notwendig auch nachdrücklich daran erinnern.

Gefragt haben wir die Parteien zu den Themen: Finanzierung des Fanprojekts Berlin, Datenspeicherung über Fußballfans, Polizeigewalt, Unterstützung für ein eigenes Stadion von Hertha BSC, zum Standort eines solchen Stadions sowie zu einer möglichen Konkurrenzausschlussklausel und zur weiteren Entwicklung des Olympiastadions. Zu finden sind die einzelnen Antworten auf den Webseiten der fragenden Initiativen und Zusammenschlüsse.

Alle Herthafans können sich nun einen Überblick zu den Standpunkten der Parteien machen und für sich selbst bewerten, welche Antworten ansprechend sind oder auch nicht. Wichtig ist nur, am 26. September 2021 vom Wahlrecht gebrauch zu machen. Alle Informationen zum Ablauf der Wahl finden sich auf der Homepage der Landeswahlleitung unter www.berlin.de/wahlen.“

Förderkreis Ostkurve e. v. (foerderkreis-ostkurve.de)
Fanhilfe Hertha BSC (fanhilfe-herthabsc.de)
Blau-Weißes-Stadion (www.blauweissesstadion.berlin)
AG Stadion (neues-herthastadion.de)

Die Fragen und Antworten findet Ihr hier