Erste Antworten der Politik

Hallo Herthafans,

wie viele von euch sicherlich mitbekommen haben, durften wir am 28.11.2019 eure Unterschriften für ein „Blau-Weißes Stadion“ in Berlin im Foyer des Abgeordnetenhauses übergeben. Damit endet unser Engagement natürlich nicht – Es geht erst richtig los!

Auch wenn Herthas sportliche Situation im Moment verständlicherweise vieles überlagert und uns alle bewegt, so ist dennoch klar, dass ein neues Stadion für Hertha kein kurzfristiges Projekt ist, an dem nur in sportlich guten Zeiten gearbeitet werden kann. Wir brauchen für die langfristige Zukunft unseres Vereins ein eigenes, reines Fußballstadion in Berlin und dafür werden wir weiter arbeiten, diskutieren und überzeugen.

Aktuell hat „open Petition“, die Plattform auf der unsere Petition lief, sämtliche Abgeordnete des Abgeordnetenhauses angeschrieben und um Stellungnahmen gebeten. 

Das Instrument der Petition hat unserer Meinung nach zur Aufgabe, dass sich jede(r) einzelne Abgeordnete mit dem Anliegen Stadionneubau ernsthaft auseinandersetzt und sich somit mit einem Thema befasst, das eventuell nicht zur Kernkompetenz des einzelnen politischen Vertreters gehört. Das Ideal wäre, eine fundierte, individuelle Antwort der politischen Mandatsträger zu erhalten.

Der Umgang mit einer Petition eines Einzelnen ist ein Gradmesser für politisches und demokratisches Verständnis unserer Politik. Nicht darauf zu antworten, spiegelt die Missachtung gegenüber dem Petitionssteller wider, gefolgt von dem Umstand, sich nicht ernsthaft mit der Thematik zu befassen und bestenfalls sich nur pauschalisierend zu äußern. 

Daran werden wir die Antworten unserer gewählten Abgeordneten messen.

Wir werden ab jetzt jeden Beitrag zu unserer Petition hier veröffentlichen, bzw. mit einem „Link“ darauf hinweisen, wo dieser zu finden ist.

Damit sich jeder von Euch ein Bild davon machen kann, wer es ernst mit unserer Hertha meint.

Das Hin und Her der letzten Jahre hat uns gezeigt, dass wir am Standort Olympiagelände festhalten. Hier werden wir weiter Überzeugungsarbeit leisten. Für das Jahr 2020 ist ein runder Tisch geplant, zu dem alle maßgeblichen Protagonisten eingeladen werden. Das Ziel ist es, lösungsorientiert für einen Stadionneubau zu arbeiten. 

So ein runder Tisch bedarf einer akribischen Vorbereitung. Wir werden in unserer Freizeit dafür arbeiten. 

Warum fragen wir das Abgeordnetenhaus?

Jedem Mitglied des Abgeordnetenhauses wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus Berlin steht das Abgeordnetenhaus als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.

Öffentliche Stellungnahmen des Abgeordnetenhauses ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.

Was könnt Ihr tun?

Bleibt auf dem Laufenden, verfolgt in den nächsten Tagen die weiteren eintreffenden Stellungnahmen.

Ihr habt die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprecht ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.

Bringt Euch ein. 

Wie ernst die Abgeordneten Ihr Mandat nehmen, werden wir in den nächsten Tagen und Wochen erfahren.

Ha Ho He

Die ersten Stellungnahmen:

Hakan Taş  – Die Linke, Wahlkreis Reinickendorf Ost

ist Mitglied im Parlament Abgeordnetenhaus von Berlin

DIE LINKE, zuletzt bearbeitet am 06.12.2019

Ich lehne ab.

Begründung:

Lieber Herr Grimm,

vorerst danke ich Ihnen für Ihre Anfrage. Ihr Engagement schätze ich Ihnen hoch an. Dennoch bin ich dafür, dass die Hertha dem Olympiastadion als Ankermieterin erhalten bleibt. Das Olympiastadion bietet aus meiner Sicht trotz der Laufbahn hervorragende Bedingungen. Es ist modern, entspricht hohen Sicherheitsstandards und hat ein sehr hohes Auffassungsvermögen. Die Stimmung kann bei ausverkauften Spielen ebenfalls sehr toll sein. Das Olympiastadion bietet eine Gesamtkapazität für 74.475 Zuschauerinnen und Zuschauer. Durchschnittlich besuchen jedoch „nur“ ca. 49.300 Berlinerinnen und Berliner die Hertha-Spiele im Stadion. Als großer Anhänger des Sport-Standortes Berlin wünsche ich mir, dass die Hertha mit größeren sportlichen Erfolgen auch mehr ZuschauerInnen ins Stadion locken kann, damit die Stimmung möglichst in allen Spielen ein wahrhaftes Erlebnis bleibt.

Ich kann verstehen, dass Hertha-LiebhaberInnen ihrer Mannschaft im Stadion näher sein möchten und keine Laufbahn zwischen den Rängen und dem Rasen sehen wollen. Aus städteplanerischer, umwelttechnischer und haushälterischer Sicht steht ein Stadionneubau jedoch keineswegs im Verhältnis zu den möglichen Vorzügen, die ein neues Stadion im Gegensatz zum Olympiastadion generieren kann. Ein Stadionneubau wäre mit erheblichen Risiken und infrastrukturellen Problemen verbunden.

Insofern stehe ich einem Stadionneubau grundsätzlich kritisch gegenüber und würde mich freuen, wenn die Hertha trotz der Laufbahn dem Olympiastadion erhalten bleibt und hier bei sportlichen Erfolgen die Vorzüge des traditionsträchtigen Stadions ausschöpft.

Herzliche Grüße

Ihr Hakan Tas, MdA (DIE LINKE)

Die gesamte AFD Fraktion hat folgende sieben Sätze zu unserem Anliegen verfasst und alle Abgeordneten der AFD haben diesen Text gleichlautend übernommen.

Frank Scheermesser AFD

ist Mitglied im Parlament Abgeordnetenhaus von Berlin

AfD, zuletzt bearbeitet am 09.12.2019

Fraktionsbeschluss, veröffentlicht von Frank Scheermesser. Die Entscheidungsgrundlage ist ein Beschluss der Fraktion AfD

Begründung:

Es sollten erst einmal alle Möglichkeiten besser untersucht werden. Hertha hat unverständlicher Weise von Anfang an auf ein neues Stadion ohne wenn und aber hingearbeitet. Dabei gibt es genügend alternative Möglichkeiten zum Verbleib im Olympiastadion. Das geht von einem variablen Umbau bis hin zu einer sinnvollen Beteiligung an der Olympiastadion GmbH. Die Zuschauerkapazität würde erhöht. Das neue Stadion mit ca. 50.000 Leuten ist keine Vision, sondern maximal Mittelmaß und die Risiken sind für alle Beteiligten größer als dargestellt. Die Fans werden das auf jeden Fall teuer bezahlen müssen… 

Copy und past wiedergegeben durch die AFD Abgeordneten: Tommy Tabor, Martin Trefzer, Carsten Ubbelohde, Marc Vallendar, Thorsten Weiß, Karsten Woldeit, Dr. Dieter Neuendorf, Georg Pazderski, Frank Scholtysek, Harald Laatsch, Gunnar Lindemann, Herbert Mohr, Ronald Gläser, Frank-Christian Hansel, Stefan Franz Kerker, Jeannette Auricht, Hanno Bachmann, Dr. Hans-Joachim Berg, Dr. Kristin Brinker, Christian Buchholz 

Georg Kössler – Bündnis 90/Die Grünen – Wahlkreis 803 Neukölln

ist Mitglied im Parlament Abgeordnetenhaus von Berlin

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, zuletzt bearbeitet am 09.12.2019

Ich enthalte mich.

Begründung:

Ich stimme dem Anliegen des Petenten Herrn Grimm und vieler Fans grundsäzlich zu: Fussball in einem reinen Fussballstadion ist stimmungsvoller. Gerade in Zeiten zunehmender Kommerzialisierung und Eventisierung ist es wichtig, die klassische Fussballkultur (Stehplätze, Choreos, Mitbestimmung im Verein und eben auch Nähe zum Rasen) zu pflegen und zu stärken

Herthas Pläne für ein reines Fussballstadion kann ich daher gut nachempfinden, auch wenn ich mir den Verein als Ankermieter im (ggf. umgebauten und dann ausverkauften) Olympiastadion weiter wünschen würde. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ein reines Fussballstadion sollte der Verein vom Land unterstützt werden. Dabei dürfen aber nicht geplante Wohnungen oder Naturschutzgebiete unter die Räder kommen.

Eine Anhörung dazu im Fachausschuss kann hilfreich sein, um die Vor- und Nachteile der denkbaren Orte transparent zu erörtern. Fakt ist doch: Es gibt keinen perfekten Standort, aber um einen akzeptablen Standort zu finden – und ggf. herzurichten – müssen Senat, Verein, BVG, Fans, Abgeordnete etc. gemeinsam ins Gespräch kommen.

Ich freue mich über den weiteren Austausch hierzu.

Jörg Stroedter

ist Mitglied im Parlament Abgeordnetenhaus von Berlin

SPD, zuletzt bearbeitet am 11.12.2019

Ich stimme zu / überwiegend zu.

Begründung:

Hallo openPetition-Team,

gerne nehme ich Stellung zu dieser Frage. Seit frühester Jugend bin ich Fußballfan und meine Begeisterung für Hertha verstecke ich auch heute nicht. Selbstverständlich unterstütze ich ein reines Fußballstadion für Hertha BSC.

Für mich ist der Sport ein wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben, auch und gerade der Fußball als Mannschaftssport. Niemand wird bestreiten, dass Hertha eine erfolgreiche Jugendarbeit macht und damit Vorbildfunktion für die Vereine unserer Stadt hat. Ein Schlüssel für eine erfolgreiche Jugendarbeit ist aber eine als Vorbild dienende Herrenmannschaft, deren Spieler die Kinder nacheifern und damit in den Vereinen soziale Kompetenz erwerben können.

Um im Spitzensport erfolgreich sein zu können, braucht man nicht nur Geld für Spieler, sondern auch eine Atmosphäre, in der die Kommunikation zwischen Spielern und Fans möglichst optimal ist.

Nicht ohne Grund werden mehr Heim- als Auswärtsspiele gewonnen, spricht man von Heimstärke oder Heimvorteil. Und aus diesem Grund spielen mittlerweile 17 von 18 Bundesligisten in reinen Fußballstadien – nur Hertha nicht. Das beste Beispiel für den Wert einer solchen Atmosphäre liefert der Stadtrivale Union mit seinem Stadion, indem sich Spieler und Zuschauer auch ohne Fernglas in die Augen schauen können. Wer mal gesehen hat, wie erfolgreiche Hertha-Torschützen zum Jubel erst über Werbebanden springen und dann den Innenraum der Laufbahn und diese selbst bis zur Ostkurve zurücklegen müssen, weiß wovon ich rede.

Hinzu kommt die mit der Begeisterung verbundene Akustik, die eine Mannschaft nach vorne tragen kann. Wer die gelbe Wand in Dortmund erlebt hat, wird verstehen, warum so etwas zu Adrenalinschüben führen kann und neue Kräfte mobilisiert. Im Olympiastadion spürt man die Tatsache, dass die Schallenergie quadratisch zum Abstand abnimmt besonders deutlich – auch wenn die Ostkurve immer alles gibt.

Ein Standort für ein solches Stadion setzt natürlich ein genügend großes Gelände voraus, das auch hinreichend Abstand zu Wohngebieten hat (nicht jeder ist ein Fußballfan). Darüber hinaus muss auch eine Infrastruktur gegeben sein, die es den Zuschauern ermöglicht, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Auch beim Besuch von Spielen im Olympiastadion kommt die überwiegende Zahl der Zuschauer mit dem ÖPNV. Parkplätze in so großer Menge wären flächenmäßig kaum realisierbar und aus verkehrs- und umweltpolitischer Sicht nicht vertretbar.

Von daher wären der Olympiapark oder das Maifeld die idealen Standorte für ein solches Stadion. Natürlich können wir dafür keine Enteignungen vornehmen und für die dort ihren Sport betreibenden Vereine und Verbände müssten Ersatzflächen gesucht werden, was in einer dicht bebauten und wachsenden Stadt natürlich mit großen Schwierigkeiten verbunden ist.

Das Gelände des Flughafens Tegel ist wegen anderer Nutzung, geplantem Wohnungsbau und der unter Naturschutz stehenden Bereiche nur bedingt geeignet.

Bleibt das Festplatzgelände. Hier stehen die Pläne in Konkurrenz zum vom Bezirk Mitte geplanten Wohnungsbau, der für die zu uns ziehenden Menschen eine hohe Bedeutung hat. Außerdem verfügt das Gelände über keine Schienenanbindung, was den Verkehr an Spielwochenenden in diesem Bereich nahezu zum Erliegen bringen würde. In der Diskussion wird es daher auch nur als das am wenigsten ungeeignete Gelände bezeichnet.

Mit sportlichen Grüßen

Jörg Stroedter, MdA

Stellv. Vorsitzender der SPD Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus

Weitere Stellungnahmen werden folgen. Wir sind schon jetzt gespannt, ob sich die ablehnende Haltung der AFD durchsetzt oder ob es auch Unterstützerinnen und Unterstützer im Abgeordnetenhaus für unser Anliegen gibt. Wir werden berichten.

https://www.openpetition.de/petition/stellungnahme/neues-stadion-fuer-hertha-bsc

Ha Ho He

Immer weiter! Immer weiter! (alte Fußballweisheit)

Nach der Petition ist vor dem Runden Tisch!

Wie geht es nach der Petition weiter? Die Petition selbst stellt selbstverständlich nur einen Baustein unserer Aktivitäten auf dem Weg zum Stadionneubau dar. Unsere Faninitiative wird weiterhin an allen wesentlichen öffentlichen Veranstaltungen zum Thema teilnehmen, wir werden Anregungen aufnehmen, gesprächsbereit sein und transparent über unsere Arbeit berichten. 

Die Initiative wird ihr Hauptaugenmerk in der nächsten Zeit darauflegen, alle wesentlichen Protagonisten an einen Tisch zu bekommen. Die Initiative regt daher schon jetzt an, sich zu einem lösungsorientierten runden Tisch zusammen zu finden. Für Hertha BSC und für Berlin.

Zugegeben, die Konstellation ist schwierig. Wir haben eine Koalition, die aus drei Parteien mit unterschiedlichen politischen Schwerpunkten besteht. Wir haben, gerade wenn es um die knappe Ressource Grundstücksfläche in unserer Stadt geht, die verschiedensten Gruppen mit den unterschiedlichsten Interessen und Ideen. Wir leben aber auch in einer Stadt, deren Strahlkraft gerade das vielfältige Freizeitangebot ausmacht. Eine Stadt, die sich ständig verändert, oder wie es der Kunstkritiker Karl Scheffler einmal treffend sagte, „Berlin sei dazu verdammt, immerfort zu werden und niemals zu sein“. Als Scheffler Anfang der 1890er nach Berlin zog, konnte er allerdings noch nicht wissen, dass just zu diesem Zeitpunkt ein Fußballverein gegründet wurde, der heute immer noch besteht. Hertha BSC. Berlin hat viel Tradition. 

Die meisten Protagonisten, die wir rund um das Thema „Stadionneubau“ kennengelernt haben, akzeptieren – unabhängig von ihrer Sichtweise der Dinge – das Recht von Hertha BSC, sich für die Zukunft wirtschaftlich zu positionieren und zu entwickeln.

Daher halten wir es für wichtig und zielführend, weniger übereinander zu sprechen, sondern direkt miteinander.

Deshalb halten wir die Idee des „Runden Tisches“ für die erfolgsversprechende Variante, miteinander in den Dialog zu kommen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Institutionen, am Thema interessierten Menschen und Hertha BSC zu fördern. Mit dem Ziel, den geeignetsten Standort für ein Hertha Stadion in Berlin zu finden.

Berlin wäre nicht Berlin, wenn hier keine Lösung gefunden werden könnte.

Ha Ho He

Faninitiative Blauweißes-Stadion

Presseerklärung zur Petitionsübergabe

Ein echtes Fußballstadion für Hertha BSC – ein Stadion in blau-weiss!

Am 28.11.2019 um 09:00 Uhr überreicht die vereins- und parteienunabhängige Faninitiative „Blau-Weisses Stadion!“, die sich für einen Stadionneubau von Hertha BSC in Berlin und idealerweise auf dem Olympiagelände einsetzt, dem Vorsitzenden des Petitionsausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses Kristian Ronneburg und Senator Andreas Geisel eine Petition.

Die Initiative hat innerhalb von drei Monaten 17.296 Unterschriften für die Petition gesammelt, 11.276 der Unterzeichnenden haben ihren Wohnsitz in Berlin.

Mit dieser Petition soll erreicht werden, dass die Berliner Abgeordneten sich mit dem Thema Stadionneubau intensiv befassen, und somit die Diskussion rund um den Neubau auf eine breite und lösungsorientierte Basis gestellt wird. Sie soll helfen, dass erkannt wird, dass das Berliner Olympiastadion als regelmäßiger Spielort für Bundesligaspiele keine Zukunft mehr hat.

Die Abgeordneten sollen sich daher dafür einsetzen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, damit Hertha BSC in einem eigenen, reinen Fußballstadion in Berlin spielen kann.

Hertha BSC ist mit über 36.000 Mitgliedern Berlins größter Sportverein. Über 1.000 Arbeitsverhältnisse sind mit dem Verein assoziiert, direkt und indirekt. Des Weiteren ist der Verein nicht nur sportlich ein Aushängeschild, sondern auch sozial. Herthas gesellschaftliches Engagement ist seit Jahren hoch, zahlreiche Kiezprojekte, Flüchtlingsinitiativen, Obdachlosenprojekte u.v.m. wurden in den letzten Jahren intensiv unterstützt. Hertha BSC setzt sich gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und jegliche Form von gesellschaftlicher Diskriminierung ein und passt damit perfekt zu unserer Stadt Berlin – die so viele von uns ja schließlich genau deshalb lieben.

Hertha gehört seit 1892 zu Berlin und ist geschichtlich und sozial eng mit der Stadt verwurzelt. Beileibe nicht jede(r) in der Stadt ist Herthafan. Viele ziehen hier her und bringen ihre Heimatvereine im Herzen mit, andere interessieren sich nicht für den Fußballsport.

Zudem gibt es auch abseits des Fußballs viele sportliche und kulturelle Unterhaltungsmöglichkeiten in unserer Stadt Berlin.

Für Hertha BSC können sich dennoch viele Menschen in der Stadt begeistern, Kinder wie Senioren, hier geborene Berliner und Berliner aus aller Welt und in Berlin arbeitende und wirkt sich positiv auf die Berliner Wirtschaft aus.

Eine neue, reine Fußballarena wäre nicht nur ein „Geschenk“ für all diese Menschen, die Hertha mit Leidenschaft im Herzen tragen, sondern auch eine weitere Attraktion für unsere Stadt. Und ganz nebenbei wäre ein eigenes „blau-weisses“ Stadion für den Fortbestand dieses tollen Vereins von essentieller Bedeutung.

Wie geht es nach der Petition weiter? Hierzu werden wir am Donnerstag Stellung nehmen.

Ha Ho He

Faninitative

Blau-Weisses Stadion

Übergabeort:       Foyer des Abgeordnetenhauses Berlin

                              Niederkirchnerstraße 5
                              10117 Berlin

Datum:                 28.11.2019

Uhrzeit:                09:00 Uhr

Ein Blick nach vorne.

Die Unterschriftenaktion zur Petition ist erfolgreich zu Ende gebracht worden! Was kommt danach?

Ein wesentlicher Schritt ist geschafft. Wir haben innerhalb von drei Monaten 17.295 Stimmen für die Petition gesammelt. Unterschriften von Menschen, die die Notwendigkeit eines eigenen Hertha Stadions erkennen und uns dabei unterstützen. 11.275 davon sind Berlinerinnen und Berliner.

Das ist, nicht nur verglichen mit anderen Petitionen, ein Riesenerfolg.

Rechtzeitig haben wir gemerkt, dass viele persönlich unterschreiben wollten und nicht online. Zugegeben, bei unseren Sammlungen im Stadion hätten wir personell stärker auftreten müssen. So hätten wir sicherlich etliche tausend Unterschriften mehr bekommen können.

Dennoch sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis und dem positiven Zuspruch. Deutlich wurde, dass die Mehrheit einen Neubau auf dem Olympiagelände bevorzugt. Aus „alter“ Standortverbundenheit, auf Grund der bereits vorhandenen hervorragenden ÖPNV Anbindung oder anderen nachvollziehbaren Gründen.

Im direkten Gespräch mit den Befürworterinnen und Befürwortern des Stadionneubaus wurde deutlich, dass es diesen nicht nur alleine um den Neubau ging, sondern auch um Verantwortung für die Zukunft der Sporthauptstadt Berlin. Es ging auch um Berliner Identität, um die Zukunft des größten Sportgeländes Deutschlands und um die Gefahr, dass Berlin auf lange Sicht ein Gelände verliert, auf dem sportliche Großereignisse zukünftig nicht mehr möglich sein könnten. „Wenn der Sport auf dem Olympiagelände sich zunehmend dem Denkmalschutz unterordnen muss“, so ein Unterzeichner, „wird Berlin wieder ein Stück provinzieller.“ 

Am 28.11.2019, um 09:45 Uhr, werden wir die Petition vor dem Abgeordnetenhaus dem Petitionsausschuss übergeben. Danach werden alle Abgeordneten zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Unabhängig davon, wie die Stellungnahmen ausfallen, sichert dieses Vorgehen, dass jeder politisch Verantwortliche sich zum Thema verhalten muss und die Diskussion die Chance bekommt, zusätzliche konstruktive und hoffentlich lösungsorientierte Impulse zu erhalten.

Wie wir schon seit Beginn sagen: Die Petition ist ein wichtiger Bestandteil der Initiative „Blau-Weißes Stadion“, aber bei weitem nicht der Einzige. So werden wir schon in den nächsten Tagen mit weiteren politisch Verantwortlichen in dieser Stadt Kontakt aufnehmen und das Gespräch suchen.

Jeder politischen Entscheidungsträgerin und jedem Entscheidungsträger dieser Stadt stehen wir zum Gespräch zur Verfügung.

Vor allem haben wir für Euch Hertha Fans, für Eure Fragen oder Anregungen, ein offenes Ohr.

Jeder Hertha Fan, der sich für einen Stadionneubau einsetzen will, kann dies natürlich auch selbst tun. Wir werden alle Veranstaltungstermine, die uns bekannt sind, hier veröffentlichen. Wir sind aber auf Euch alle angewiesen. Bitte teilt uns mit, sobald auch Ihr Kenntnis von Versammlungen etc. erhaltet, die sich mit dem Stadionneubau befassen.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass wir unsere Standpunkte sachlich und konstruktiv vortragen und das wir durch zahlreiches Erscheinen zeigen, dass wir viele sind.

Für Berlin. In Berlin.

Ha Ho He

Initiative „Blau-Weißes Stadion“

Dabei ist noch nicht mal Halbzeit…..

Was für ein Zwischenstand

Fünf Tage vor Ablauf der Zeichnungsfrist für die Petition haben wir die magische Zahl von 11.000 (Berliner) Unterschriften geknackt.

Vielen Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer aus Berlin und der ganzen Welt.

Wir haben viel gelernt, zum Beispiel,

dass sehr viele Hertha Fans lieber auf Papier unterschreiben,

dass die meisten Hertha Fans, die einen Stadionneubau befürworten, diesen auf dem Olympiagelände bevorzugen,

dass viele Hertha Fans realistisch und gemeinwohlorientiert denken.

Sie wollen keine Steuergelder verprassen. Daher ist ein Stadion für viele Fans, und zugleich für die öffentliche Hand, nur dort die vernünftigste Lösung, wo es bereits eine optimale und auf Sportgroßereignisse ausgerichtete Infrastruktur existiert. Auf dem Olympiagelände!

Hier wollen wir ansetzen. Nachdem wir die Unterschriften, dank Eurer sensationellen Unterstützung zusammen haben, werden wir versuchen, diesen Ansatz – dem für die öffentliche Hand günstigsten Standort mit dem berechtigten wirtschaftlichen Interesse unseres Herzensclubs – miteinander zu verbinden und ihn in die Politik und die Berliner Öffentlichkeit zu tragen.

Die Zukunftsperspektive Hertha BSCs, auch als Wirtschaftsfaktor für unser Berlin, benötigt ein Denken, das weit über eine Wahlperiode und Parteikalkül hinaus geht.

Es benötigt Visionäre.

Es benötigt Menschen, die großstädtisch denken.

Es benötigt Menschen, die „Berlin“ denken.

Es benötigt Menschen, die nicht das kategorische „Nein“ jeden Morgen vor dem Spiegel aufs Neue einstudieren.

Es benötigt eine lösungsorientierte Politik.

Wir gehen davon aus, dass es solche Köpfe in allen maßgeblichen Parteien dieser Stadt gibt. Viele müssen noch davon überzeugt werden, dass die Emotionen rund um einen Fußballverein etwas Grenzen Überwindendes und Verbindendes haben.

Die Stadt Berlin hat ein Recht auf ihr sportkulturelles Erbe. Hertha BSC gehört zweifellos zum sportkulturellen Erbe unserer Stadt. Hertha BSC ist ein Denkmal dieser Stadt und hat den Schutz Berlins verdient.

Wir wissen, dass es gilt, noch viele politischen Entscheidungsträger zu gewinnen.

Ihr Hertha Fans habt uns bis jetzt wunderbar unterstützt. Wir versprechen Euch im Gegenzug die größtmögliche Transparenz unserer Aktivitäten und die notwendige Kommunikation. Wir freuen uns über jede Unterstützung und Anregung.

Wir, dass sind Fans aus Eurer Mitte, die ehrenamtlich und unabhängig agieren.

Wir werden aber ohne Euch nichts bewegen können. Daher achtet auf Veranstaltungen zum Thema Stadionneubau und nehmt auch selbst daran teil. Informiert uns, sobald auch Ihr von solchen Veranstaltungen hört. Gemeinsam können wir dann konstruktiv und sachlich Stellung nehmen.

Wenn das funktioniert, gehört die Zukunft tatsächlich Berlin UND Hertha BSC.

Ha Ho He

P.S. Noch darf aber gerne weiter unterschrieben werden. Viele, die online unterschrieben haben und keine Mailbestätigung bekommen haben, sollten einmal in den Spam-Ordner schauen. Nur bei Bestätigung zählt die Stimme auch. Alle, die Unterschriftsbögen ausgelegt haben, bitten wir, diese uns jetzt an blauweissesstadion@gmail.com zurückzuschicken. Als Scan oder als Foto. Dankeschön.

Wie geht es weiter?

Die Petition und das weitere Vorgehen 

Es fehlen nur noch 310 Unterschriften. Da wir vor und nach dem Dosenwerfen am Sonnabend wieder sammeln und auch auf der Mitgliederversammlung präsent sind, werden wir das gesteckte Ziel von 11000 Berliner Unterschriften mit Sicherheit erreichen. Gerne, sehr gerne sogar, nehmen wir auch jede Unterschrift von Befürwortern außerhalb Berlins. Das unterstreicht die überregionale Komponente des Stadionneubaus in Berlin zusätzlich. An dieser Stelle schon einmal herzlichen Dank an alle, die bisher unterschrieben und uns aktiv unterstützt haben.

Nach der Unterschriftenaktion geht es aber erst richtig los. Wir werden die Unterschriften symbolisch dem Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses überreichen. 

Wir werden mit den maßgeblichen Parteien sprechen und stehen Euch natürlich für alle Fragen zur Verfügung. 

Wir werden Hertha BSC weiterhin kritisch begleiten und unser Bestes geben, für eine möglichst größte Kommunikation und Transparenz. Damit Ihr immer den aktuellen Stand der Debatte auch über uns erfahren könnt.

Wir werden auf jeder öffentlichen Veranstaltung zum Thema Stadionneubau anwesend sein und würden uns freuen, wenn sich auch viele von Euch die Zeit nehmen, auf solchen Veranstaltungen präsent zu sein. 

Nicht alle Politikerinnen und Politiker, deren Wiege nicht in Berlin stand, stehen Ur-Berliner Themen ignorant gegenüber. Nicht alle verwechseln Vereinsvorliebe oder Lobbyarbeit mit dem eigentlichen Kern ihres politischen Mandats, lösungsorientiert für Berlin zu arbeiten. 

Im Gegenteil: viele haben die Berechtigung Hertha BSCs auf zukünftige wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit erkannt und unterstützen unser Anliegen. 

Gerade aber die Unentschlossenen in der Politik, für die Hertha lediglich ein Frauenname ist und die unsere Liebe zu einer Berliner Institution nicht nachvollziehen können, gilt es zu gewinnen. 

Wir kämpfen weiter für einen Stadionneubau in Berlin 

-und als stadtentwicklungspolitisch interessierte Fans-, selbstverständlich dort, wo er hingehört: auf das Olympiagelände. 

Ha Ho He

Die Petition und die „10.000“

Die 10.000 ist geknackt!

Es ist wunderbar. Ihr seid wunderbar! Bisher haben schon mehr als 10.000 Berlinerinnen und Berliner die Petition unterschrieben. Wir danken Euch dafür. Jetzt gilt es, nur noch schlanke 980 Berliner Unterschriften zu sammeln und wir haben die magische 11.000 erreicht. Umso mehr wir sind, desto größer das Gewicht unseres Anliegens.

An dieser Stelle, 30 Jahre nach dem Mauerfall, möchten wir aber auf etwas ganz besonderes hinweisen. Wir wissen, dass Hertha BSC der erste Bundesligist war, der es verstand, die Mauern zu überwinden und somit zum wirklichen Hauptstadtclub wurde. Ost und West sind in unseren Reihen Begriffe, die bestenfalls noch eine Himmelsrichtung vorgeben. Die Mauer in den Köpfen haben die meisten Herthanerinnen und Herthaner schon sehr früh überwunden. Umso schöner ist es zu sehen, dass auch außerhalb Berlins über 5.400 Menschen die Petition unterstützen, obwohl wir diese gar nicht direkt beworben haben. Aus Liebe zu Hertha, als Unterstützung oder auch aus Einsicht in die Notwendigkeit unseres Anliegen.

So kamen viele Unterstützer nicht nur aus Brandenburg und allen anderen Bundesländern, sondern auch aus weitentfernten Ecken dieser Welt.

Die Zeit nach der Wende brachte es mit sich, dass viele Herthanerinnen und Herthaner unsere Region verlassen haben, um woanders ihre Existenz zu sichern. Wir haben Unterschriften aus dem Oman, aus Kanada, aus Australien, aus Gegenden bekommen, von denen wir bis vor kurzem noch nicht einmal wussten, wo diese Flecken auf unserer Erde zu suchen waren. Wir haben auch Unterstützung aus Japan, Indonesien, Mexico etc. von Menschen erhalten, die offensichtlich Hertha ihr Leben lang nur aus der Ferne kennen. Das macht uns unendlich stolz. HERTHANER KANN MAN ÜBERALL SEIN.

Wir schätzen jede Unterschrift. Vielen Dank dafür.

Jetzt beginnt der Endspurt. Lasst uns die 11.000 knacken. Für Hertha, Herthas Zukunft und der wirtschaftlichen Perspektive. Für Berlin in Berlin. Für uns!

Ha Ho He

Zur Petition und der bisherigen Zahl der Unterstützer

Ein kleines Update

Wir halten es für etwas schwierig zu sagen, dass wir einen Schnitt von aktuell 40.000 Zuschauern haben (wovon man noch die Gäste und die zahlreichen Touris abziehen muss) und deswegen knapp 14.000 Unterzeichner der Petition ein Beleg dafür seien, dass die Mehrheit kein neues Stadion will.

In unzähligen Gesprächen haben wir andere Erfahrungen gemacht. Ja, es gibt natürlich Leute, die das Olympiastadion lieben (auch in unserer Initiative) und da drinbleiben möchten. Es gibt Leute, die unentschlossen sind und es gibt viele Leute, die zwar grundsätzlich ab 2025, 2027, 2030 oder whenever lieber in einem eigenen Stadion in Berlin (viele auf dem Olympiagelände) spielen möchten, aber irgendwann in den letzten 2 ½ Jahren den Glauben in die Vereinsführung und/oder den Senat verloren haben. Viele sind auch einfach genervt vom Thema, was wir verstehen.

Dennoch ist der Wunsch vieler Stadiongänger (natürlich nicht aller) ein eigenes Stadion. Dazu kommt, dass Herthas Stadiongänger zu einem großen Teil relativ analog unterwegs sind, die Petition aber lange Zeit nur online existierte. Das wurde mit der Initiative Blau-Weißes Stadion geändert und die Zahl der Unterschriften konnte seitdem verdoppelt werden. Natürlich würden wir uns alle wünschen, dass da 50.000 Leute unterschreiben und sich Diskussionen in diese Richtung erübrigen. Das ist (und war es vorher schon) aber absolut unrealistisch. Wir reden über eine sehr heterogene Gruppe an Herthafans und Stadiongängern. Viele dieser Leute erfahren erst im Stadion durch uns von der Petition. Die haben mal gelesen, dass Hertha ein neues Stadion bauen möchte, aber sich nicht groß damit beschäftigt. Das Stadionthema ist ein Beispiel von vielen, bei denen man die Internetsicht nicht mit der Sicht vieler Stadiongänger verwechseln sollte. Darüber hinaus sind viele der Meinung, dass ihre Unterschrift doch eh keinen Unterschied macht. Viele wissen auch nicht, was eine Petition genau ist, andere unterschreiben dafür nicht, weil sie wissen, dass nur die Berliner Stimmen für das Quorum zählen. Es gibt zig Gründe. Und man muss sich auch ehrlich fragen: Wofür hat denn Hertha das letzte Mal die Massen begeistert? Hertha verkauft weniger als 20.000 Dauerkarten, gegen Dresden im Pokal wird mindestens das halbe Stadion schwarz-gelb sein und zur Mitgliederversammlung kommen von 36.000 Mitgliedern gut 1.000. Die Gründe dafür sind natürlich, wie schon gesagt, vielfältig, aber klar ist doch, dass es kein Selbstläufer ist, Herthafans in 5-stelliger Anzahl, für welches Anliegen auch immer, zu begeistern.

Die Initiative, bei der die Petition ja nur ein Puzzleteil ist, ist mit dem Ziel angetreten, möglichst viele Herthafans von einem eigenen Stadion zu begeistern und zu überzeugen und darüber hinaus bei der Politik für ein Verständnis für dieses Anliegen zu sorgen. Nun kann man aber nicht erwarten, dass wir in 4 Wochen das schaffen, was Hertha in 2 ½ Jahren versäumt hat. Und klar ist auch: Wenn wir das Gefühl haben, dass der Großteil der Herthafans weiterhin im Olympiastadion bleiben möchte, dann akzeptieren wir das und lassen es. Keiner von uns hat ein Interesse daran, irgendwas durchzudrücken, wenn die Mehrheit das nicht will. Bisher wurde uns dieses Gefühl in hunderten Gesprächen nicht vermittelt und deswegen werden wir weiterhin versuchen, so viele Leute wie möglich davon zu überzeugen, dass Hertha BSC ein eigenes Fußballstadion benötigt. Wir sind uns bewusst: da liegt noch viel Arbeit vor uns.

Und ja, wir setzen uns natürlich auch mit kritischen Positionen auseinander. Wir freuen uns über jeden, der ein wirkliches Interesse an einem Austausch hat.

Es sind die Daten, die Du sehen musst

Jetzt können alle Herthaner die Daten bei Hertha einsehen, die monatelang im Abgeordnetenhaus für alle Abgeordneten auslagen. Entscheidet selbst, ob Hertha tatsächlich so viele Fragen offengelassen hat, wie von verschiedensten Abgeordneten behauptet wird oder vielleicht haben auch nur die wenigsten den Datenraum überhaupt besucht? Wer weiß das schon.

Auf jeden Fall sind einige Daten für Laien teilweise „schwere Kost“. Umso unverständlicher, dass nicht eine Abgeordnete oder ein Abgeordneter auch nur eine einzige Verständnisfrage – in der Zeit der Auslegung – an Hertha gestellt hat. Hier ist der Link zur entsprechenden Hertha Seite

Es war die Nachtigall und nicht die Hertha

Lärmschutz – Olympiapark vs. Sportforumstraße

Nur noch mal ein vertiefender Gedanke zum Thema Sportforumstrasse und den Bauplänen der „1892“. Hier ist das Verhalten der Politik in vielerlei Hinsicht kurzsichtig. Sicherlich ist es angebracht und absolut notwendig mit den Mieterinnen und Mietern eine einvernehmliche Lösung zu finden. Schenken wir der Aussage von Herrn Geisel in unserem gemeinsamen Gespräch Glauben, ist eine zusätzliche Wohnbebauung an dieser Stelle nicht möglich. Unabhängig davon, ob es planungsrechtlich möglich ist oder nicht, stören die Wohnungen so nah am Olympiastadion, auch wenn kein neues Stadion gebaut wird. Der stetig restriktiver werdende Lärmschutz wird eine zukünftige Nutzung des Olympiastadions beeinträchtigen. Umso mehr, wenn dort noch mehr Wohnungen hinkommen und somit das Konfliktpotential steigt. Berlin müsste ein Interesse daran haben, den Fehler den wir von den Briten geerbt haben, zu korrigieren. Kurzum, will man an dieser Stelle konkurrenzfähig gegenüber anderen Sportmetropolen bleiben, müssen die Wohnungen früher oder später weg. Ob mit Hertha Stadion oder ohne. Heute mag die Fraktion derer, die Hertha die Chance zur optimalen Entwicklungsmöglichkeit nehmen wollen, die Haltung der „1892“ ins Konzept passen. Morgen aber schon kann die Wohnbebauung den wirtschaftlichen Betrieb des Olympiaparks gefährden. Die Attraktivität Berlins und die Wirtschaftlichkeit des Olympiageländes bliebe auf der Strecke.